Unfallversicherung für Soldaten

Unfallversicherung für Soldaten – Details offengelegt

Die Entscheidung Soldat zu werden, ist für die aller meisten eine Entscheidung die langfristig das Leben verändert. Während man innerhalb Deutschlands lange Pendelstrecken auf sich nimmt kommt es während der Dienstzeit immer häufiger auch zu Auslandsverwendungen.

Mit der Zeit stellt sich die Frage, was passiert denn wenn während des Dienstes oder in der Freizeit ein Unfall mit schweren Verletzungen folgt? 

Dieser Frage gehen wir heute auf den Grund und prüfen unter welchen Bedingungen eine private Unfallversicherung für Soldaten sinnvoll ist. 

Gesetzlicher Anspruch 

Während ein klassischer Angestellter während eines Unfalls auf der Arbeit einen Anspruch auf Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung hat, schaut die Situation eines Soldaten leider deutlich schlechter aus. Da während der Dienstzeit keine Sozialabgaben stattfinden, hat ein Soldat auch keinen Anspruch auf Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung. 

Somit ist ein Soldat grundsätzlich nicht gegen einen Unfall während der Arbeit, geschweige denn während der Freizeit abgesichert.

Eine private Unfallversicherung kann hier Abhilfe schaffen, jedoch gibt es dafür vorab einige Dinge zu beachten.

Ausfallbürgschaft des Bundes 

Die sogenannte Ausfallbürgschaft des Bundes (§63b SVG) übernimmt bei verunglückten Soldaten die Leistung aus der vereinbaren Versicherung. Im Vertragswerk einer privaten Unfallversicherung, findet sich im Regelfall kein Einschluss auf das sogenannte Kriegsrisiko. Dies würde bedeuten, dass ein Soldat der im Einsatz einen Unfall erleidet leer ausgeht. 

Genau aus diesem Grund gibt es die Ausfallbürgschaft des Bundes, die in solch einem Fall die Leistung der Versicherung unter gewissen Gesichtspunkten übernimmt:

  • Die Unfallversicherung muss aktiv bestehen und der Soldat muss Versicherungsnehmer sein
  • Die Beiträge zur Versicherung werden vom Soldaten geleistet
  • Der Auslandseinsatz wurde dem Versicherer rechtzeitig gemeldet (Obliegenheitspflicht!) 

Diese Ausfallbürgschaft gilt übrigens auch für Lebensversicherungen. 

Leistungen einer privaten Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung leistet immer dann wenn sich der Gesundheitszustand durch einen Unfall erheblich reduziert hat. Dabei werden innerhalb der Versicherung bei Vertragsabschluss sogenannte Invaliditätssummen erfasst. 

Bei einem Unfall wird die dementsprechende Invalidität geprüft und dann entsprechend geleistet. 

Beispiele für eine solche Invalidität sind: 

  • Verlust eines Augenlichtes = 50%
  • Verlust eines Arms = 70%
  • Verlust der Hand = 55% 

Weiterhin gibt es finanzielle Unterstützung für die folgenden Fälle:

  • Notwendige Umbaumaßnahmen in der Wohnung oder am Auto
  • Versorgung der Hinterbliebenen (z.B. in Folge eines Unfalltodes)
  • Übernahme von medizinischen Therapien
  • Infektionskrankheiten durch Insektenstiche (z.B. Zecken)

Die private Unfallversicherung selbst bietet dabei weltweiten Schutz rund um die Uhr. Soldaten können darüber hinaus von günstigeren Beamtentarifen profitieren und sichern sich somit einen vergleichsweise günstigeren Beitrag. 

Durch ein erhöhtes Luftfahrtrisiko bei zum Beispiel dem Flug in den Auslandseinsatz oder durch regelmäßiges üben von Flugpersonal, sollte auf den Einschluss des Luftfahrtrisikos in der Unfallversicherung geachtet werden. Sonst drohen in diesem Fall Leistungseinbußen innerhalb der Versicherung bei einem Unfall.

Bei Familien – Familienversicherung prüfen

Wenn der Soldat bzw. die Soldatin Eltern werden, lohnt es sich bestehende Verträge einmal zu überprüfen. Denn bevor eine neue Versicherung für beispielsweise das Kind oder den Partner abgeschlossen wird, ist es ratsam prüfen zu lassen ob die bestehende Versicherung in eine Familienversicherung umgewandelt werden kann. 

Im Regelfall lassen sich somit Kinder und Partner deutlich günstiger versichern als bei einem kompletten Neuabschluss einer Versicherung. 

Wie viel kostet eine Unfallversicherung für Soldaten

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da viele Faktoren für die zu bezahlende Prämie eine Rolle spielen. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass der Abschluss der aller günstigsten Versicherung nicht auch die beste sein muss.

Bei der Unfallversicherung geht es nachher um die gewünschten Leistungen und natürlich auch um das Unfallrisiko an sich. Einige wichtige und allgemeine Kriterien sind:

  • Invaliditätssumme
  • Todesfallsumme
  • Ausgeübter Beruf (Einschätzung des Unfallrisikos)

Wichtige Tipps für den Abschluss einer Unfallversicherung

Zu aller erst muss der Fachmann des Vertrauens aufgesucht werden, der aus einer unabhängigen Perspektive mehrere Angebote unterbreiten kann. Gerade bei Soldaten macht es Sinn, dass dieser Fachmann sich auch mit den besonderen Gegebenheiten des Soldatenberufs auskennt. 

Im Anschluss sollten verschiedene Angebote miteinander verglichen werden und dabei nicht nur auf den Preis sonder auch unbedingt auf das Vertragswerk geachtet werden. Es bringt in diesem Fall nichts 5€ zu sparen, wenn im Schadensfall nicht geleistet wird. 

Es sollte auf einen Beamtentarif wert gelegt werden der das Luftfahrtrisiko mit einschließt und weltweiten Versicherungsschutz beinhaltet. Weiterhin ganz wichtig ist die Beinhaltung der Ausfallbürgschaft des Bundes bei Kriegsrisiko.

Zu guter letzt hier noch einmal der Hinweis auf die Checkliste: Auslandsverwendung. In dieser gibt es auch einige Fragestellung an den Vermittler um prüfen zu können, ob sich dieser mit den Besonderheiten des Soldatenberufs auseinandergesetzt hat. 

Sollten noch Fragen zu diesem Thema offen geblieben sein oder Sie interessieren sich für den Abschluss einer Unfallversicherung für Soldaten, vereinbaren Sie doch gleich mit uns einen kostenlosen Beratungstermin.

Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt!

Leave a Reply

Your email address will not be published.